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Eger / Sehenswürdigkeiten

Eger ist eine tausend Jahre alte Kleinstadt, die mit ihrer ruhmreichen Vergangenheit, wertvollen Denkmälern, guten Weinen und Heilwassern eine der berühmtesten Städte Ungarns ist. Eger wird im Allgemeinen als eine historische Stadt erwähnt, oft aber auch als Stadt des Barock, der Weine, des Heil- und Thermalwassers sowie als Stadt der Studenten bezeichnet.

Der Name der Stadt ist auf deutsch Erlau, und stammt vermutlich von den Erlen, die früher am Ufer des Eger-Baches wuchsen.

Die Stadt und ihre Umgebung ist ein bekanntes historisches Weingebiet. Die Einwohner beschäftigen sich seit über 700 Jahren mit Anbau und Kelterei von ausgezeichneten Weinen wie z.B. Egri Bikavér (Erlauer Stierblut) und Egri Leányka (Erlauer Mädchentraube). Die ältesten Weinkeller sind mehr als 400 Jahre alt (in Szépasszonyvölgy), auch heute noch werden neue Weinkeller ausgehöhlt.

Burg von Eger

Die Burg von Eger hat harte Jahrhunderte überstanden. Die Bauarbeiten wurden nach dem Einfall der Tataren im 13. Jahrhundert auf dem Burghügel (Várhegy) begonnen, wo schon zu Zeiten des ungarischen Staatsgründers König Stephan die Kathedrale und das bischöfliche Schloss stand. Im 16. Jahrhundert, als die Türken vorrückten, wurde die Burg wesentlich verstärkt. Zum Burghauptmann wurde 1548 István Dobó ernannt, der die Befestigungsarbeiten fortsetzte. Er hat zum Beispiel die nach ihm benannte Bastei bauen lassen. Im Jahre 1552, als die Türken die Burg zum ersten Mal angriffen, gab es insgesamt 500 Kavalleristen und genauso viele Infanteristen in der Burg. Sie errangen gegen die 80 000 türkischen Soldaten nach 38 Tage dauerndem verbittertem Kampf, an dem auch Frauen teilnahmen, den glorreichen Sieg. Die Heldentaten der Verteidiger werden in Ungarn niemals in Vergessenheit geraten. In den Mauern der Burg sind heute verschiedene Ausstellungen des Dobó-István-Burgmuseums zu sehen.

Basilika

In Eger steht die drittgrößte Kirche Ungarns. Die 93 Meter lange, 53 Meter breite, zwischen 1831 und 1836 im klassizistischen Stil erbaute erzbischöfliche Kathedrale wurde 1970 vom Papst in den Rang einer Basilika erhoben. Der Bauplan stammt von dem berühmten ungarischen Architekten József Hild. Die Statuen kommen aus Venedig, aus der Werkstatt von Marco Casagrande.

Minaret

Ein vierzehneckiges, 40 Meter hohes Minaret erinnert an die fast hundert Jahre lange türkische Herrschaft von 1596 an. Vom Minaret aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Stadt.

Dobó Platz mit der Minoritenkirche

In der Mitte des Platzes steht das Dobó Denkmal, das von Alajos Stróbl 1907 geschaffen wurde. Vor dem Rathaus befindet sich ein anderes imposantes Bronzedenkmal, Denkmal der Grenzfestungskämpfer, das ein Werk von Zsigmond Kisfaludy Stróbl ist. Ein ungarischer Kämpfer ist gegen zwei Türken zu sehen. Damit versucht auch der Meister die Überzahl der Türken darzustellen. Die Minoritenkirche, die neben dem schlichten Klostergebäude beinahe verspielt wirkt, ist eine der schönsten Barockkirchen Europas. Sie wurde von einem der größten Meister des europäischen Barock, Kilian Ignaz Dietzenhofer geplant.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Lyzeum mit der erzbischöflichen Bibliothek und der Sternwarte
Erzbischofspalast
Telekessy Apothekenmuseum
St. Bernhard Kirche
St. Anna Kirche
Raizen Kirche
Géza Gárdonyi Gedenkhaus
Komitatsrathaus mit den Fazola-Toren
Großdompropst-Palast
Kleindompropst-Palast
Franziskaner Kirche
„Stadt unter der Stadt” Ausstellung
„Gauklerei” Ausstellung
Sportmuseum
Feuerwehr-Ausstellung
„Kopcsik Marzipania”